Kein Cent Guthaben, die Lebensversicherungen bereits sicherungsabgetreten: Die gerichtliche Verwaltung eines völlig überschuldeten Nachlasses steht jetzt vor dem vorzeitigen Aus. Fraglich bleibt, ob trotz leerer Kassen zwingend ein langwieriges Insolvenzverfahren folgen muss, bevor der Verwalter sein Amt niederlegen darf oder ob Gläubiger leer ausgehen.
Dr. Christian Gerd Kotz
Dr. jur. Christian Gerd Kotz ist Notar in Kreuztal und seit 2003 Rechtsanwalt. Als versierter Erbrechtsexperte gestaltet er Testamente, Erbverträge und begleitet Erbstreitigkeiten. Zwei Fachanwaltschaften in Verkehrs‑ und Versicherungsrecht runden sein Profil ab – praxisnah, durchsetzungsstark und bundesweit für Mandanten im Einsatz.
Das Erbe ist fest versprochen, doch plötzlich leeren sich Konten durch Schenkungen und Barabhebungen in Höhe von mehreren tausend Euro. Trotz Parkinson-Demenz und bindendem Testament verschenkt die Seniorin ihr Vermögen, während die übergangenen Schlusserben nun um ihren vertraglichen Anteil kämpfen. Wer trägt am Ende die Beweislast für die Geschäftsunfähigkeit der Erblasserin?
Post im Briefkasten: Sechs Wochen Zeit für die Erbausschlagung, doch der kurze Text lässt die eigene Erbenstellung und die Hintergründe völlig im Unklaren. Wenn die Uhr bereits tickt, stellt sich die Frage, ob ein unpräzises Schreiben ohne Zustellnachweis für den Beginn der Ausschlagungsfrist rechtlich tatsächlich ausreicht.
Das Haus verschenkt, doch im Erdgeschoss lebenslang wohnen geblieben – wenn nun Angehörige klagen, weil der Schenker die wirtschaftliche Macht behalten hat, steht die Zehnjahresfrist zur Debatte. Kann ein bloßer Rangrücktritt für neue Bankkredite trotz Wohnungsrecht den rechtlichen Startschuss für den Fristlauf erzwingen?
Morphin im Blut, den Stift in der zittrigen Hand: Um 800.000 Euro bricht ein Streit aus, da eine schwerkranke Frau ihr Erbe erst unmittelbar vor dem Tod regelte. Nun muss das OLG Karlsruhe klären, ob ein krankheitsbedingtes Delir die Testierfähigkeit vernichtet oder ob eine bloße prozentuale Aufteilung bereits für ein wirksames Testament ausreicht.
Die Ersatzerbenregelung im gemeinschaftlichen Testament eines kinderlosen Ehepaars führte zu einem Erbenstreit, nachdem eine namentlich bedachte Nichte Jahre vor der Erblasserin verstarb.…
Die Anfechtung der unterlassenen Belastungsvollmacht sorgt für Streit, da ein Insolvenzverwalter vier Jahre nach einer Grundstücksschenkung den Zugriff auf das bebaute Areal fordert. Er wirft der verstorbenen Eigentümerin vor, durch ihr bloßes Nichtstun den wirtschaftlichen Wert des Objekts für die Gläubiger gezielt vernichtet zu haben.
Die Rechenschaftspflicht in einer Generalvollmacht führt am Landgericht Ellwangen zum Streit, nachdem ein Miterbe von seiner bevollmächtigten Schwester eine lückenlose Rechnungslegung über das Vermögen verlangte. Dabei enthält die notarielle Urkunde eine Klausel, die den Ausschluss der Auskunftspflicht gegenüber den Erben ausdrücklich anordnet.
Die Aufhebung der Bindungswirkung im Testament forderte eine Seniorin, nachdem ihre Tochter sie über Monate hinweg ohne Nahrung und Pflege allein ließ. Eigentlich bestand eine feste Bindung an das gemeinschaftliche Testament, doch die lebensgefährliche Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen stellte die Erbeinsetzung plötzlich infrage.
Die Rückforderung einer ehebezogenen Zuwendung treibt eine Witwe vor Gericht, die nach dem Tod ihres Mannes viele tausend Euro für den Hauskauf von seinen Erben verlangt. Ohne schriftlichen Vertrag steht die Rückzahlung von einem behaupteten Darlehen infrage, weil die Summen als bloßer Beitrag zum gemeinsamen Lebensunterhalt gelten könnten.
Die Verjährung beim vertraglichen Vermächtnis drohte einem Mann, der Jahre nach dem Erbfall einen Kommanditanteil einforderte, den die demente Erblasserin bereits zu Lebzeiten verschenkt hatte. Doch ab wann beginnt die dreijährige Verjährungsfrist tatsächlich zu laufen, wenn die Wirksamkeit des notariellen Erbvertrags wegen der Demenz jahrelang völlig ungewiss blieb?
Eine Teilungsversteigerung durch eine Vorerbin sollte den Verkauf eines landwirtschaftlichen Grundstücks in Mannheim gegen den Willen der Miteigentümerin erzwingen. Fraglich bleibt, ob der Antrag ohne die Zustimmungserklärung der im Grundbuch eingetragenen Nacherben wirksam ist oder den gesetzlichen Schutz des Familienerbes verletzt.
Eine Teilungsversteigerung durch einen Nachlassverwalter bedroht das Zuhause einer sehbehinderten Miteigentümerin, die seit über 20 Jahren in der Immobilie lebt. Obwohl die drohende Obdachlosigkeit eine unzumutbare Härte darstellt, ist fraglich, ob ihre Beschwerde gegen die Genehmigung des Gerichts zum jetzigen Zeitpunkt zulässig ist.
Die Vergütung der Nachlasspflegerin wollte eine Alleinerbin in München für die nur wenige Wochen dauernde Sicherung eines Hausgrundstücks unter keinen Umständen selbst übernehmen. Fraglich war, ob eine im Nachhinein als unnötig kritisierte Anordnung den Lohn für die tatsächlich geleistete Arbeit der Pflegerin einfach hinfällig macht.
Erben in Königstein forderten die Entlassung der Testamentsvollstreckerin aus wichtigem Grund, weil die 92-jährige Witwe als Nießbraucherin des Immobiliennachlasses zugleich eigene finanzielle Interessen verfolgt. Fraglich ist, ob ihre Eignung im hohen Alter und diese bewusste Doppelrolle als Nießbraucherin ausreichen, um den ausdrücklichen Willen des Verstorbenen juristisch auszuhebeln.
Um den Streitwert bei einer Zahlung in die Erbmasse stritten zwei zu jeweils 50 Prozent erbberechtigte Schwestern, nachdem eine Erbin zur Rückzahlung einer hohen Summe verpflichtet wurde. Dabei blieb fraglich, ob die wirtschaftliche Belastung einer Miterbin sinkt, wenn sie durch ihre eigene Zahlung am Ende selbst anteilig wieder reicher wird.
Ein Kläger in Bayern setzte den Streitwert bei einer Pflichtteilsstufenklage trotz Kenntnis über 40 Hektar Grundbesitz bewusst niedrig an, um vor Gericht Kosten zu sparen. Nach der Zahlung einer hohen Summe stellte sich die Frage nach der Schätzung der realistischen wirtschaftlichen Erwartungen für die fälligen Anwaltsgebühren.
Ein Alleinerbe forderte 2023 die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses für Konten im Ausland, während medizinische Gutachten schwere Hirnschäden des Verstorbenen belegten. Trotz eines deutschen Erbscheins und der notariellen Bekundung zur Testierfähigkeit des Erblassers blieb die internationale Anerkennung der Erbenstellung plötzlich ungewiss.
Ein Sohn in Mecklenburg-Vorpommern kämpft um einen Nachlasswert von 500.000 Euro, weil zwei Testamente mit dem gleichen Datum völlig widersprüchliche Anweisungen des Verstorbenen enthalten. Dokumente auf kariertem und liniertem Papier lassen nun offen, ob die Beweislast für die Reihenfolge der Testamente eine bereits erklärte Erbausschlagung doch noch kippt.
Um den Fortbestand der GbR nach Tod eines Gesellschafters und brandenburgische Immobilienprojekte stritten Erben sowie ein verbleibender Mitunternehmer bereits seit dem Jahr 2019. Ein einsamer Briefkasten in einem alten Bahnhofsgebäude weckte plötzlich Zweifel, ob ein amtlicher Vollstreckungsbescheid dort überhaupt wirksam zugestellt werden konnte.
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